{"id":18,"date":"2007-09-03T22:32:01","date_gmt":"2007-09-03T20:32:01","guid":{"rendered":"http:\/\/www.deichrand.net\/?p=18"},"modified":"2015-10-18T14:12:57","modified_gmt":"2015-10-18T12:12:57","slug":"der-server-im-wohnzimmer-23","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.deichrand.de\/?p=18","title":{"rendered":"Der Server im Wohnzimmer (2\/3)"},"content":{"rendered":"<h3>2. Handarbeit<\/h3>\n<p><strong>2.1. Die Schale knacken<\/strong><br \/>\n[singlepic=78,120,right] Bevor ich mit dem Bau des neuen Geh\u00c3\u00a4uses beginnen kann, muss das alte zuerst entfernt werden. Dazu habe ich einfach das Mainboard abgeschraubt und sofort auf das Brett zur Wandbefestigung aufgeschraubt. F\u00c3\u00bcr den richtigen Abstand zwischen Mainboard und Holz sorgen mehrere schmale Moosgummistreifen (das dicke aus dem Handwerkerbedarfsladen). [singlepic=79,120]<\/p>\n<p><strong>2.2. Steife Brise<\/strong><br \/>\n[singlepic=80,120,right]Der CPU-L\u00c3\u00bcfter wird abgeschraubt, ebenso der Netzteill\u00c3\u00bcfter. An deren Stelle kommen die beiden 120mm-Geh\u00c3\u00a4usel\u00c3\u00bcfter. Die beiden Monster werden mit Kabelbindern an der Holzplatte geschn\u00c3\u00bcrt. <br \/>\n Um die L\u00c3\u00bcfter vom Geh\u00c3\u00a4use zu entkoppeln, kommen auch hier Moosgummistreifen zum Einsatz (ich habe mir sagen lassen, dass ca. 60\u00c2\u00b0 C v\u00c3\u00b6llig problemlos sind f\u00c3\u00bcr das Moosgummi).  Der rechte L\u00c3\u00bcfter bl\u00c3\u00a4st nach innen den CPU-K\u00c3\u00bchlk\u00c3\u00b6rper an, der rechte saugt warme Luft vom Netzteil nach aussen. <\/p>\n<p>Hier noch mal zur \u00c3\u0153bersicht die best\u00c3\u00bcckte Platte: links unten das L\u00c3\u00bcfterlose Netzteil, rechts die CPU mit K\u00c3\u00bchlk\u00c3\u00b6rper, oben rechts 1x Fritz!Card Classic, 1x Realtek 8139, 1x ATI Rage Expert 2000. Links oben fehlt noch die Festplatte.<br \/>\n[singlepic=82,120]<\/p>\n<p><strong>2.3. Der Elefant l\u00c3\u00a4sst Wasser&#8230;<\/strong><br \/>\n[singlepic=85,120,right]Zeit f\u00c3\u00bcr eine ersten Funktionstest. Im Testlabor (Schlafzimmer) wird mein Prototyp auf Herz und Nieren gepr\u00c3\u00bcft. Kernst\u00c3\u00bcck der Testreihe ist ein Extrembelastungstest: Windows2000-Installation! \ud83d\ude00 <br \/>\nAber Spass beiseite &#8211; Windows hat sich anstandslos installiert, alle Ger\u00c3\u00a4te funktionieren. Ich habe also nichts kaputt gemacht. Das Beste das man mit einer Windows-Installation machen kann ist <code>format c:<\/code> Vorzugsweise gleich mit der Debian-CD!<br \/>\nAn dieser Stelle wird jetzt das Grundsystem von Debian 4 installiert. Gerade genug, um per ssh den Rest zu erledigen. Das soll das letzte Mal sein, dass der Server mit Monitor und Keyboard betrieben wird. F\u00c3\u00bcr mich eine echte Zitterpartie, da die Summe meiner Erfahrungen mit Linux gegen NIL tendiert.<br \/>\nAber das Thema Software werde ich im dritten Teil meines Berichtes behandeln.<br \/>\n[singlepic=84,120]<\/p>\n<p><strong>2.4. Die Platte auf der Platte<\/strong><br \/>\nJetzt kommt die HD an die Reihe (das CDROM-Laufwerk brauche ich nur f\u00c3\u00bcr die Grundinstallation). Ich hatte vor, den Laufwerksk\u00c3\u00a4fig aus dem alten Geh\u00c3\u00a4use zu verwenden, wegen der besseren W\u00c3\u00a4rmeableitung. Nach etwa 20 herausgebohrten Nieten musste ich feststellen, dass das nicht so gut klappen w\u00c3\u00bcrde.<br \/>\n[singlepic=89,120,right] Daher griff ich wieder einmal zu meinem bevorzugten Hilfsmittel: der Metallwinkel. Sieht schon etwas skurril aus :-\/ Sitzt aber erstaunlich fest und schein gut gepolstert. Das Prinzip: Winkel aufschrauben, Gummi unten an beiden Fl\u00c3\u00a4chen, mehrere kleinere Kabelbinder in Reihe gesteckt ergeben zwei Gurte um die Platte an Ort und Stelle zu halten. Das wird nat\u00c3\u00bcrlich nicht perfekt funktionieren, aber das werde ich bald herausfinden.<br \/>\nBei meinen Recherchen bin ich auf unterschiedliche Ansichten bez\u00c3\u00bcglich der K\u00c3\u00bchlung einer entkoppelten Platte gestossen. a.) Durch die fehlende W\u00c3\u00a4rmeableitung am Metallk\u00c3\u00a4fig seien Festplatten extrem gef\u00c3\u00a4hrdet den Hitzetod zu sterben. b.) In der Praxis seien keine Probleme zu erwarten. Ich neige prinzipiell zu a.), bin aber gute Hoffnung f\u00c3\u00bcr b.) Meine HD muss nicht viel  arbeiten und wird hoffentlich ausreichend durch Konvektion gek\u00c3\u00bchlt.<\/p>\n<p><strong>2.5. An die Wand damit!<\/strong><br \/>\n[singlepic=87,120,right] Das sieht doch schon ganz gut aus. Rechter Hand die andere Box. Die linke Seitenwand ist mit der Bodenplatte verschraubt, da hier die Status-LEDs neben An\/Aus und Reset untergebracht sind. Innen h\u00c3\u00a4lt sich der Lautsprecher magnetisch an einem Winkel fest&#8230;<br \/>\n[singlepic=90,120]<\/p>\n<p><strong>2.6. Verkleidung<\/strong><br \/>\n[singlepic=94,120,right] Die neue H\u00c3\u00bclle! Man beachte die dilettantisch angebrachten L\u00c3\u00bcftungsl\u00c3\u00b6cher f\u00c3\u00bcr die Festplatte. Frisch lackiert sieht das Ding gar nicht so \u00c3\u00bcbel aus. Das ganze wird hinter der oberen Leiste einfach mit zwei &#8211; na? &#8211; klar: Winkeln aufgesteckt. Nach dem ersten Anpassen dienen ein paar Moosgummistreifen als Dichtung. Nach unten hin ist ein Spalt offen, f\u00c3\u00bcr Kabel und Frischluft.<br \/>\n[singlepic=95,120]<\/p>\n<p><strong>2.7. Fertig! Jetzt ein Bier!<\/strong><br \/>\n[singlepic=92,120,right] Das habe ich mir so richtig verdient. Allerdings darf ich nicht daran denken, wie es im Nebenraum aussieht. Ich bin kein ordentlicher Handwerker!<br \/>\nDer erste Eindruck des Servers ist erfreulich. Angenehm leise, unauff\u00c3\u00a4llig und vor allem lugt nachts ein blauer Schimmer unter der Kommode hervor. \ud83d\ude00<\/p>\n<p>Im letzten Teil berichte ich \u00c3\u00bcber meine neuen Erfahrungen mit Linux.<br \/>\nBis die Tage,<br \/>\nCarsten<\/p>\n<p>BOFHs last excuse: [BOFH] <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>2. Handarbeit 2.1. Die Schale knacken [singlepic=78,120,right] Bevor ich mit dem Bau des neuen Geh\u00c3\u00a4uses beginnen kann, muss das alte zuerst entfernt werden. Dazu habe ich einfach das Mainboard abgeschraubt und sofort auf das Brett zur Wandbefestigung aufgeschraubt. F\u00c3\u00bcr den richtigen Abstand zwischen Mainboard und Holz sorgen mehrere schmale Moosgummistreifen (das dicke aus dem Handwerkerbedarfsladen). 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